Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium Zweiter Teil, Rezitativ 1
Kurzübersicht zum Song
„Weihnachtsoratorium Zweiter Teil, Rezitativ 1“ ist ein Satz aus dem zweiten Teil des Weihnachtsoratoriums BWV 248 von Johann Sebastian Bach. Das Weihnachtsoratorium entstand für die Weihnachtszeit 1734/1735 in Leipzig und wurde in sechs Teilen für verschiedene Festtage zwischen dem 25. Dezember 1734 und dem 6. Januar 1735 aufgeführt. Der zweite Teil war für den 26. Dezember bestimmt. Der Eingang dieses Teils ist ein Tenor-Rezitativ mit dem Textanfang „Und es waren Hirten in derselben Gegend“. Der Text folgt dem Lukasevangelium (Lk 2,8) in der Lutherbibel und erfüllt die erzählende Evangelisten-Funktion. Bach griff im Weihnachtsoratorium teilweise auf frühere weltliche Kantaten zurück und bearbeitete deren Musik im Parodieverfahren; für die Rezitative ist jedoch vor allem die biblische Erzählstruktur des Werkes zentral. Das Werk gehört zu den bekanntesten geistlichen Kompositionen Bachs.
Weihnachtsoratorium Zweiter Teil, Rezitativ 1
Einordnung im Weihnachtsoratorium
„Weihnachtsoratorium Zweiter Teil, Rezitativ 1“ gehört zum zweiten Teil von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, BWV 248. Der zweite Teil ist für den 26. Dezember bestimmt und trägt den Bezug zum zweiten Weihnachtstag. Das Werk entstand für die Weihnachtszeit 1734/35 in Leipzig. Bach wirkte in dieser Zeit als Thomaskantor und war für die Kirchenmusik an den Leipziger Hauptkirchen verantwortlich.
Text und liturgischer Zusammenhang
Das erste Rezitativ des zweiten Teils steht im Zusammenhang mit der biblischen Erzählung von der Verkündigung an die Hirten. Das Weihnachtsoratorium verbindet Evangelientext, freie Dichtung und Choräle zu einer Folge von sechs Kantaten. Die Evangelienworte werden in dem Werk vom Evangelisten im Rezitativ vorgetragen. Die Textgrundlage der biblischen Handlung stammt aus dem Lukasevangelium.
Musikalische Merkmale
Das Rezitativ gehört zur für Bach typischen Verbindung von erzählender Deklamation und liturgischer Dramaturgie. In den Evangelisten-Rezitativen des Weihnachtsoratoriums verwendet Bach die Form des Secco-Rezitativs, bei der die Singstimme vor allem vom Basso continuo getragen wird. Diese Satztechnik dient der klaren Textverständlichkeit und der unmittelbaren Darstellung des biblischen Berichts.
Werkgeschichtlicher Kontext
Das Weihnachtsoratorium wurde zwischen dem 25. Dezember 1734 und dem 6. Januar 1735 in sechs Teilen aufgeführt. Die einzelnen Teile waren auf verschiedene Gottesdienste der Weihnachtszeit verteilt. Bach griff in dem Werk mehrfach auf Musik aus früheren weltlichen Kantaten zurück und passte sie dem neuen geistlichen Zusammenhang an. Diese Parodietechnik gehört zu den bekannten kompositorischen Verfahren Bachs.
Bedeutung in der Bach-Rezeption
Das Weihnachtsoratorium zählt zu den bekanntesten geistlichen Vokalwerken Johann Sebastian Bachs. Der zweite Teil mit der Hirten-Szene gehört zu den zentralen Abschnitten der Weihnachtsgeschichte innerhalb des Zyklus. Aufführungen des Werkes sind bis heute ein fester Bestandteil der Kirchen- und Konzertpraxis in der Weihnachtszeit.
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