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Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium, Dritter Teil, Chor 1

Cover: Weihnachtsoratorium, Dritter Teil, Chor 1 von Johann Sebastian Bach

Kurzübersicht zum Song

"Weihnachtsoratorium, Dritter Teil, Chor 1" ist der Eingangschor des dritten Teils von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium BWV 248. Der Satz trägt den Textanfang "Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen". Das Weihnachtsoratorium entstand 1734/1735 für die Gottesdienste der Weihnachtszeit in Leipzig; der dritte Teil war für den 27. Dezember 1734, den dritten Weihnachtstag, bestimmt. Bach war zu dieser Zeit Thomaskantor in Leipzig. Wie mehrere Sätze des Oratoriums basiert auch dieser Chor auf dem Parodieverfahren, also der Umarbeitung bereits vorhandener Musik. Als musikalische Vorlage gilt der Eröffnungschor der weltlichen Kantate BWV 214 "Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!" aus dem Jahr 1733. Der Chor gehört zu den bekanntesten Teilen des Weihnachtsoratoriums und steht exemplarisch für Bachs festliche Kirchenmusik mit Trompeten, Pauken, Chor und Orchester.

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Weihnachtsoratorium, Dritter Teil, Chor 1

Einordnung und Entstehung

„Weihnachtsoratorium, Dritter Teil, Chor 1“ ist der Eingangschor des dritten Teils von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium BWV 248. Der dritte Teil war für den 3. Weihnachtstag bestimmt und wurde am 27. Dezember 1734 in Leipzig aufgeführt. Das Weihnachtsoratorium entstand für die Weihnachtszeit 1734/1735 und umfasst sechs einzelne Kantaten für verschiedene Festtage zwischen dem ersten Weihnachtstag und Epiphanias.

Text und liturgischer Zusammenhang

Der Chor trägt den Textanfang „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“. Der Text des Weihnachtsoratoriums wird in der Regel Christian Friedrich Henrici, genannt Picander, zugeschrieben. Im dritten Teil steht der Eingangschor im Zusammenhang mit der biblischen Erzählung von der Anbetung der Hirten aus dem Lukasevangelium.

Musikalische Merkmale

Der Satz ist als festlicher Chor mit Orchester und Trompetenklang angelegt. Die Besetzung des dritten Teils umfasst Solisten, vierstimmigen Chor, Trompeten, Pauken, Flöten, Oboen, Streicher und Basso continuo. Der Eingangschor gehört zu den repräsentativen, jubelnden Nummern des Oratoriums und verbindet einen feierlichen Duktus mit bewegter barocker Chorschreibweise.

Parodieverfahren

Wie mehrere Teile des Weihnachtsoratoriums beruht auch dieser Chor auf dem von Bach häufig verwendeten Parodieverfahren, also der Umarbeitung bereits vorhandener Musik für einen neuen Textzusammenhang. Die Musik des Satzes geht auf eine weltliche Vorlage aus Bachs Leipziger Festmusik zurück. Dieses Verfahren war im 18. Jahrhundert ein fester Bestandteil kompositorischer Praxis und diente bei Bach nicht nur der Wiederverwendung, sondern auch der gezielten Anpassung an neue liturgische und poetische Kontexte.

Stellung im Werk

Der Chor besitzt innerhalb des dritten Teils eine besondere Funktion, weil er den Kantatenteil mit einem machtvollen Lobpreis eröffnet. Dieselbe Chormusik erscheint im Weihnachtsoratorium auch am Ende des dritten Teils erneut und rahmt damit die betreffende Kantate. Diese Wiederaufnahme verstärkt den geschlossenen Aufbau des dritten Teils innerhalb des sechsteiligen Gesamtwerks.

Historische Bedeutung

Das Weihnachtsoratorium zählt zu den bekanntesten geistlichen Vokalwerken Johann Sebastian Bachs. Der Eingangschor des dritten Teils gehört zu den regelmäßig aufgeführten Nummern der barocken Weihnachtsmusik im deutschsprachigen Konzert- und Kirchenrepertoire. Seine Verbindung aus festlicher Instrumentation, liturgischer Funktion und kunstvoller Choranlage ist charakteristisch für Bachs Leipziger Kirchenmusik der 1730er Jahre.


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