Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium, Dritter Teil, Choral 3
Kurzübersicht zum Song
„Weihnachtsoratorium, Dritter Teil, Choral 3“ ist ein Choral aus dem dritten Teil von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium BWV 248. Das Weihnachtsoratorium entstand für die Weihnachtszeit 1734/1735 in Leipzig und wurde in sechs Teilen an verschiedenen Gottesdiensten zwischen dem 25. Dezember 1734 und dem 6. Januar 1735 aufgeführt. Der dritte Teil war für den 27. Dezember, den dritten Weihnachtstag, bestimmt. Bach war zu dieser Zeit Thomaskantor in Leipzig. Das Werk ist für Solisten, Chor und Orchester geschrieben. Das Weihnachtsoratorium enthält nachweislich Parodien, also Umarbeitungen früherer weltlicher Kantaten Bachs; Choräle beruhen hingegen auf dem lutherischen Kirchenliedbestand. Ohne weitergehende quellenbasierte Spezifizierung sollte der einzelne Choral hier nur sicher als Bestandteil der liturgisch eingebundenen Choraltradition des Oratoriums beschrieben werden.
Weihnachtsoratorium, Dritter Teil, Choral 3
Einordnung und Werkzusammenhang
„Weihnachtsoratorium, Dritter Teil, Choral 3“ gehört zum Dritten Teil des Weihnachts-Oratoriums von Johann Sebastian Bach. Der dritte Teil trägt den Festtagsbezug „Am dritten Weihnachtsfeiertage“. Das Weihnachts-Oratorium entstand für die Weihnachtszeit 1734/35 in Leipzig. Die sechs Teile des Werkes wurden für verschiedene Gottesdienste zwischen dem 25. Dezember 1734 und dem 6. Januar 1735 aufgeführt.
Liturgischer und textlicher Kontext
Der dritte Teil des Oratoriums ist für den 27. Dezember bestimmt. Inhaltlich behandelt dieser Teil die Anbetung der Hirten. Choräle übernehmen im Weihnachts-Oratorium eine zentrale Funktion als gemeindenahe, theologisch verdichtete Reflexionsstücke innerhalb der Folge von Rezitativen, Arien und Chören.
Musikalische Merkmale
Als Choral steht der Satz in der Tradition des lutherischen Kirchenliedes. Bach verwendet in den Chorälen des Weihnachts-Oratoriums in der Regel einen vierstimmigen Satz, in dem die Choralmelodie deutlich hervorgehoben ist. Diese Choralsätze sind auf textliche Verständlichkeit und liturgische Einbindung ausgerichtet. Die Besetzung des dritten Teils des Oratoriums umfasst festliche barocke Klangmittel mit Chor, Solisten und Orchester; dazu gehören im Werkzusammenhang unter anderem Trompeten, Pauken, Holzbläser, Streicher und Basso continuo.
Entstehung und kompositorischer Hintergrund
Bach war zur Entstehungszeit des Weihnachts-Oratoriums Thomaskantor in Leipzig. Das Werk zeigt Bachs Praxis der Parodie, also der Umarbeitung bereits vorhandener Musik für einen neuen geistlichen Zusammenhang. Mehrere Sätze des Oratoriums gehen auf frühere weltliche Kantaten zurück, die Bach für den sächsischen Hof komponiert hatte. Die Choräle bilden innerhalb dieser groß angelegten Werkarchitektur die liturgisch besonders verankerten Abschnitte.
Historische Bedeutung
Das Weihnachts-Oratorium zählt zu den bekanntesten geistlichen Vokalwerken Bachs. Die Choräle des Werkes prägen bis heute die Aufführungstradition in der Weihnachtszeit im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Der dritte Teil wird regelmäßig sowohl im Zusammenhang des vollständigen sechsteiligen Zyklus als auch in Auswahlprogrammen mit einzelnen Kantaten des Oratoriums aufgeführt.
Weiterführende Links
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