Georgia Gibbs
Dance with Me Henry
Kurzübersicht zum Song
„Dance with Me Henry“ ist ein Song der US-amerikanischen Sängerin Georgia Gibbs aus dem Jahr 1955. Die Aufnahme erschien als Single bei Mercury Records. Das Lied erreichte Platz 1 der US-Single-Charts von Billboard. Komponiert wurde der Titel von Etta James, Johnny Otis und Hank Ballard. Georgia Gibbs nahm den Song als Pop-Version eines bereits bekannten Rhythm-and-Blues-Titels auf. Der Titel steht in direktem Zusammenhang mit „The Wallflower“, das durch die Zeile „Dance with me, Henry“ bekannt wurde. Die Veröffentlichung von Georgia Gibbs gehörte zu einer Reihe von Pop-Coverversionen schwarzer Rhythm-and-Blues-Erfolge im US-Markt der 1950er Jahre. Die Aufnahme von Gibbs trug maßgeblich dazu bei, den Song einem breiten Mainstream-Publikum bekannt zu machen.
Informationen zum Song
- Genre: Jazz
- Dauer: 02:01
- Label: Jazzy Princes - OMiP / Finrow Records / ISIS
- ISRC: NLHR52252607
- Veröffentlichungen: 1 Album, 2 Albums verfügbar
Dance with Me Henry
Hintergrund
„Dance with Me Henry“ ist eine 1955 veröffentlichte Single der US-amerikanischen Sängerin Georgia Gibbs. Der Titel steht in direktem Zusammenhang mit dem Rhythm-and-Blues-Hit „The Wallflower (Roll with Me, Henry)“ von Etta James, der zuvor erschienen war. Gibbs’ Aufnahme übernahm die Grundidee des Songs in einer für den Popmarkt zugeschnittenen Fassung.
Entstehung und Kontext
Die Veröffentlichung fiel in eine Phase, in der große Poplabels Rhythm-and-Blues-Erfolge häufig in neu eingespielten Versionen mit weißen Popinterpreten auf den Mainstream-Markt brachten. Der ursprüngliche Refrain „Roll with me, Henry“ war bereits Gegenstand öffentlicher Aufmerksamkeit, weil die Formulierung als anzüglich wahrgenommen wurde. In der Version von Georgia Gibbs wurde der Titel zu „Dance with Me Henry“ geändert, was die Aufnahme für den breiteren Radiomarkt anschlussfähiger machte.
Chart-Erfolg
Georgia Gibbs’ Version erreichte 1955 Platz 1 der US-Popcharts. Die Single gehörte damit zu den kommerziell erfolgreichsten Aufnahmen in Gibbs’ Karriere. Der Erfolg machte den Song zu einem prominenten Beispiel für die Überschneidung von Pop und Rhythm and Blues in der Mitte der 1950er Jahre.
Kulturelle Bedeutung
Der Song wird häufig im Zusammenhang mit der Praxis des sogenannten Covering im US-Musikgeschäft der 1950er Jahre genannt. Dabei wurden erfolgreiche R&B-Titel in stilistisch geglätteten Popversionen neu vermarktet. „Dance with Me Henry“ gilt deshalb als ein aufschlussreiches Beispiel für die rassisch und kommerziell geprägten Marktmechanismen der frühen Rock-’n’-Roll-Ära.
Musikalische Einordnung
Die Aufnahme von Georgia Gibbs ist im Bereich zwischen Pop und Rhythm and Blues angesiedelt. Ihre Version präsentiert das Material in einer stärker auf den Mainstream ausgerichteten Form als die Vorlage von Etta James. Diese Anpassung entsprach dem Produktionsstil vieler US-Popaufnahmen der Mitte der 1950er Jahre.
Weiterführende Links
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