Nina Simone
I Wish I Knew How It Would Feel to be Free (Studio Rio Version)
Kurzübersicht zum Song
"I Wish I Knew How It Would Feel to Be Free" ist ein Lied, das von Billy Taylor und Dick Dallas geschrieben wurde. Nina Simone machte das Stück in den 1960er Jahren mit ihrer Interpretation international bekannt. Die Bezeichnung "Studio Rio Version" verweist auf eine Fassung im Umfeld des Projekts Studio Rio. Studio Rio veröffentlichte 2014 das Album "Studio Rio Presents: The Brazil Connection", auf dem historische Gesangsaufnahmen mit neu eingespielten brasilianisch geprägten Arrangements kombiniert wurden. Die Studio-Rio-Fassung verbindet Nina Simones Gesang mit Elementen aus Bossa Nova und Samba.
Informationen zum Song
- Genre: Jazz
- Dauer: 04:53
- Tempo: 119 BPM
- Label: Legacy Recordings
- ISRC: USRC11302100
- Veröffentlichungen: 1 Album verfügbar
I Wish I Knew How It Would Feel to be Free (Studio Rio Version)
Entstehung und Urheberschaft des Originalsongs
Der Song „I Wish I Knew How It Would Feel to Be Free“ wurde von dem Jazzpianisten Billy Taylor und dem Autor Dick Dallas geschrieben. Taylor verfasste die Musik, Dallas steuerte den Text bei. Das Stück entstand 1954 und wurde 1963 erstmals von Billy Taylor auf seinem Album Right Here, Right Now! veröffentlicht.
Nina Simones Interpretation von 1967
Nina Simone nahm ihre Version des Songs 1967 im RCA Studio B in New York City auf. Die Aufnahme erschien auf ihrem Album Silk & Soul. Hal Mooney arrangierte die Orchesterbegleitung. Simones Darbietung verband Gospel-Elemente mit ihrem charakteristischen Klavierstil; die Instrumentierung umfasste Bläser, Streicher und eine Rhythmusgruppe.
Politische und kulturelle Resonanz
Das Lied entwickelte sich zu einer Hymne der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre. Der Text formuliert den Wunsch nach persönlicher und gesellschaftlicher Freiheit, ohne explizit politische Forderungen zu nennen. Nina Simone selbst führte das Stück häufig bei Protestveranstaltungen und Benefizkonzerten auf. Später verwendeten es auch die Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika sowie britische Organisationen bei Demonstrationen gegen Rassismus.
Die Studio Rio Version
Die Studio Rio Version entstand 2014 im Rahmen des Albums Studio Rio Presents: The Brazil Connection. Für dieses Projekt isolierten die deutschen Produzenten Frank Sonnenberg („Frank Sonic“) und Berman Brothers gemeinsam mit dem brasilianischen Musiker Marcos Valle die Original-Gesangsspuren von Nina Simon aus dem Jahr 1967. Sie unterlegten diese mit neuen Instrumentalarrangements, die von brasilianischen Studiomusikern in Rio de Janeiro eingespielt wurden. Die Neuproduktion verbindet Nina Simones Gesang mit Samba- und Bossa-Nova-Rhythmen, Bläsersätzen und perkussiven Elementen, ohne die Originalspur harmonisch zu verändern.
Verwendung in Medien
Nina Simones Interpretation wurde im Soundtrack mehrerer Filme genutzt, unter anderem in Point of No Return (1993) und in der Schlussszene des Animationsfilms Chicken Run (2000). Die Studio Rio Version fand Verwendung in Werbespots und Streaming-Playlists, die klassische Soul-Aufnahmen in neuem kontextuellem Rahmen präsentieren.
Weiterführende Links
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