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Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium, Zweiter Teil, Rezitativ 7

Cover: Weihnachtsoratorium, Zweiter Teil, Rezitativ 7 von Johann Sebastian Bach

Kurzübersicht zum Song

"Weihnachtsoratorium, Zweiter Teil, Rezitativ 7" ist ein Satz aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium BWV 248, einem sechsteiligen Oratorium für die Weihnachtszeit. Der zweite Teil wurde für den 26. Dezember 1734 in Leipzig komponiert und dort erstmals aufgeführt. Das Libretto des Weihnachtsoratoriums stammt nach heutigem Forschungsstand wahrscheinlich von Christian Friedrich Henrici (Picander). Inhaltlich gehört dieser Satz zum Bericht über die Hirten auf dem Feld im Lukasevangelium. Als Rezitativ erfüllt er die für Bachs geistliche Vokalmusik typische erzählende und textausdeutende Funktion innerhalb der Folge aus Chören, Rezitativen, Arien und Chorälen. Das Weihnachtsoratorium ist außerdem dafür bekannt, dass Bach in mehreren Nummern auf bereits vorhandene weltliche Kompositionen zurückgriff; diese Parodietechnik ist für das Gesamtwerk historisch belegt.

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Weihnachtsoratorium, Zweiter Teil, Rezitativ 7

Einordnung im Werk

„Weihnachtsoratorium“ ist ein sechsteiliges Oratorium von Johann Sebastian Bach, das für die Weihnachtszeit 1734/1735 entstand. Der zweite Teil war für den 26. Dezember, also den zweiten Weihnachtstag, bestimmt. Das Werkteil trägt den Eingangschor „Und es waren Hirten in derselben Gegend“ und behandelt die Verkündigung an die Hirten nach dem Lukasevangelium.

Stellung von Rezitativ 7

Das Stück „Rezitativ 7“ gehört innerhalb des zweiten Teils zu den erzählenden Abschnitten, in denen der biblische Bericht fortgeführt wird. In Bachs Weihnachtsoratorium übernimmt der Evangelist die Rezitative mit dem Bibeltext. Diese Rezitative sind ein zentrales dramaturgisches Mittel des Oratoriums, weil sie die Handlung zwischen Chören, Chorälen und Arien verbinden.

Musikalische Merkmale

Die biblischen Rezitative des Weihnachtsoratoriums sind als Secco-Rezitative angelegt. Diese Satzart wird bei Bach typischerweise von der Basso-continuo-Gruppe getragen. Der deklamatorische Stil dient der klaren Textvermittlung und orientiert sich eng an Sprachrhythmus und Satzsinn.

Historischer Kontext

Die ersten Aufführungen des Weihnachtsoratoriums fanden in Leipzig statt. Bach wirkte dort als Thomaskantor und war für die Kirchenmusik an den Hauptkirchen der Stadt verantwortlich. Das Weihnachtsoratorium wurde auf mehrere Festtage zwischen dem 25. Dezember 1734 und dem 6. Januar 1735 verteilt.

Werkgeschichtliche Bedeutung

Das Weihnachtsoratorium gehört zu den bekanntesten geistlichen Vokalwerken Bachs. Mehrere Sätze des Oratoriums beruhen auf dem Verfahren der Parodie, bei dem Bach vorhandene Musik für einen neuen Textzusammenhang umarbeitete. Diese Praxis war im 18. Jahrhundert ein fester Bestandteil kompositorischer Arbeit.


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