Wanda Jackson
Riot in Cellblock #9
Kurzübersicht zum Song
„Riot in Cell Block #9“ ist ein Rhythm-and-Blues-Stück aus dem Jahr 1954. Jerry Leiber und Mike Stoller schrieben den Song. Die erste veröffentlichte Aufnahme stammt von The Robins. Wanda Jackson nahm den Song für ihr 1969 erschienenes Album „The Party Ain’t Over“ auf. Das Album erschien bei Capitol Records. Jacksons Version steht im Kontext ihres späten 1960er-Jahre-Repertoires zwischen Rockabilly, Country und Rhythm and Blues. Der Song erzählt in szenischer Form von einem Gefängnisaufstand. Die Handlung setzt mit einem Anruf des Gefängniswärters an den Sheriff ein. Die Originalkomposition wurde vielfach gecovert und gehört zu den bekannten Werken des Autorenduos Leiber/Stoller.
Informationen zum Song
- Genre: Country
- Dauer: 02:56
- Label: CMH Records
- ISRC: USEWC0771596
- Veröffentlichungen: 1 Album verfügbar
Riot in Cellblock #9
Entstehung und Aufnahme
Der Song wurde von Jerry Leiber und Mike Stoller geschrieben und erstmals 1954 von den Robins (den späteren Coasters) für das Label Spark Records aufgenommen. Wanda Jackson coverte den Titel 1960 für ihr Album Rockin' with Wanda! auf Capitol Records. Die Aufnahmen fanden in den Capitol Studios in Hollywood unter der Produktion von Ken Nelson statt, der für viele Rockabilly-Produktionen des Labels verantwortlich zeichnete.
Musikalische Merkmale
Jacksons Version ist im Rockabilly-Stil gehalten und wird von einer treibenden Rhythmusgruppe aus Schlagzeug und Kontrabass getragen. Die Instrumentierung umfasst verzerrte E-Gitarren-Licks und ein kurzes, prägnantes Saxofon-Solo. Jacksons Gesang wechselt zwischen gesprochenen, fast gerufenen Passagen und melodischen Phrasen und unterstreicht die bedrohliche Atmosphäre des Gefängnisaufstands.
Veröffentlichung und Rezeption
Riot in Cell Block #9 erschien 1960 auf dem Langspieler Rockin' with Wanda! (Capitol T 1384), der zehn Rockabilly- und Rock'n'Roll-Titel enthielt. Eine Single-Auskopplung erfolgte nicht. Das Album festigte Jacksons Ruf als „Queen of Rockabilly“, obwohl es selbst keine Chartplatzierung erreichte.
Kulturelle Einordnung
Die Coverversion demonstriert Jacksons Bereitschaft, sich auch Texte über Gewalt und Gefängnisrevolten anzueignen, die im Rock'n'Roll der 1950er Jahre üblicherweise männlichen Interpreten vorbehalten waren. Der Song reiht sich in eine Serie von Gefängnis-Songs ein, die Leiber und Stoller schrieben, darunter Jailhouse Rock und Framed, und die das Genre in der Nachkriegszeit populär machten.
Weiterführende Links
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