The Manhattan Transfer
Twilight Zone/Twilight Tone
Kurzübersicht zum Song
"Twilight Zone/Twilight Tone" ist ein Song von The Manhattan Transfer. Der Titel erschien 1979 auf dem Album "Extensions". Das Stück verbindet den Titel der Fernsehserie "The Twilight Zone" mit dem Jazzstandard "Twilight Tone". Die Aufnahme steht für die stilistische Verbindung von Vocal Jazz, Pop und studioorientierter Mehrstimmigkeit, die The Manhattan Transfer in dieser Phase prägte. Das Arrangement arbeitet mit vokalen Satzstrukturen und einem kompakten, rhythmisch präzisen Ensembleklang. Die Veröffentlichung fällt in die späte 1970er-Phase der Gruppe, in der sie Jazztraditionen mit zeitgenössischer Popproduktion verband.
Informationen zum Song
- Genre: Jazz
- Dauer: 06:06
- Label: Craft Recordings / BMG Soundstage
- ISRC: USAT20102443
- Veröffentlichungen: 2 Albums verfügbar
Twilight Zone/Twilight Tone
Entstehungsgeschichte und Konzept
„Twilight Zone/Twilight Tone“ entstand 1979 als Titelstück des Albums Extensions. Die Grundlage bildete die instrumentale Titelmelodie der US-Fernsehserie The Twilight Zone, komponiert von Marius Constant. Alan Paul, Mitglied von The Manhattan Transfer, schrieb den englischen Liedtext, der konkrete Episodennamen wie „To Serve Man“ und „Eye of the Beholder“ direkt zitiert.
Produzent Jay Graydon und Arrangeur Victor Vanacore integrierten die ursprünglich von Bernard Herrmann geschriebenen dissonanten Streicherparts in ein rhythmisch komplexes Vocalese-Arrangement. Die Aufnahmen fanden in den Dawnbreaker Studios in San Fernando, Kalifornien, statt. Das Stück verbindet das Fernseh-Intro mit einem swingenden, jazzharmonisch angereicherten Mittelteil, der speziell für die vierstimmige Vokalgruppe entwickelt wurde.
Musikalische Merkmale
Die Einleitung imitiert die serientypischen Grafikeffekte durch übereinander geschichtete, gesprochene und gesungene Silence-Vorschriften („Shhh“). Die Harmonik bewegt sich überwiegend in Moll und nutzt übermäßige Dreiklänge sowie Chromatik, um die unheimliche Serienstimmung zu transportieren. Der Mittelteil moduliert in eine schnellere Swing-Passage mit Walking-Bass-Linie und Scat-Gesang. Janis Siegel übernimmt die Sopranführung, während Tim Hauser den Sprechteil und tiefere Bassfundamente steuert.
Chartplatzierungen und Auszeichnungen
Die Singleauskopplung erreichte im Januar 1980 Platz 30 der Billboard Hot 100 und hielt sich 14 Wochen in diesen Charts. In den Billboard Adult Contemporary Charts stieg das Lied bis auf Platz 17. Die höchste Platzierung gelang in den UK Singles Charts mit Rang 4 im Februar 1980, was für eine A-cappella-betonte Jazzformation eine Seltenheit darstellte. 1981 erhielt The Manhattan Transfer für das Album Extensions, auf dem das Stück enthalten ist, einen Grammy Award in der Kategorie Best Jazz Fusion Performance.
Weiterführende Links
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