Roy Orbison
What'd I Say (Live)
Kurzübersicht zum Song
"What'd I Say" ist ein Song von Ray Charles aus dem Jahr 1959. Roy Orbison veröffentlichte eine Liveaufnahme des Titels unter der Bezeichnung "What'd I Say (Live)". Der Titel ist eine Liveversion eines Rhythm-and-Blues-Stücks, das für seinen Call-and-Response-Aufbau bekannt ist. Die Zuordnung zu Roy Orbison weist die Aufnahme als Interpretation eines bereits etablierten Songs aus. Die Livekennzeichnung benennt eine Konzertaufnahme statt einer Studiofassung.
Informationen zum Song
- Genre: Rock
- Dauer: 03:14
- Tempo: 183 BPM
- Label: Monument/Orbison Records/Legacy
- ISRC: USLIC0800178
- Veröffentlichungen: 1 Album verfügbar
What'd I Say (Live)
Kontext und Live-Aufnahmen
Roy Orbison führte den Ray Charles-Klassiker „What’d I Say“ über Jahrzehnte hinweg in seinem Live-Programm. Eine frühe dokumentierte Version stammt aus dem Jahr 1965 von seinem Auftritt im Pariser Bataclan. Die bekannteste und am weitesten verbreitete Live-Aufnahme entstand am 30. September 1987 im Coconut Grove des Ambassador Hotels in Los Angeles für das Fernsehspecial Roy Orbison and Friends: A Black and White Night. Diese Aufnahme wurde auf dem dazugehörigen Live-Album sowie auf verschiedenen Video-Editionen veröffentlicht.
Musikalische Merkmale und Besetzung
In der Live-Interpretation von 1987 wird der Song als hochenergetischer Rock-and-Roll-Titel mit den für das Genre typischen Call-and-Response-Elementen dargeboten. Orbison nutzt die Dynamik einer prominent besetzten Begleitband, um den Rhythm-and-Blues-Charakter des Originals zu betonen. Die Besetzung bei dieser spezifischen Aufnahme umfasste namhafte Musiker:
- James Burton: Leadgitarre (bekannt als Gitarrist von Elvis Presley).
- Glen D. Hardin: Klavier.
- Jerry Scheff: Bass.
- Ronnie Tutt: Schlagzeug.
- Bruce Springsteen, Elvis Costello und Jackson Browne: Begleitgesang und Gitarre.
- The TCB Band: Kern der instrumentalen Begleitung.
Die musikalische Struktur folgt dem zwölftaktigen Blues-Schema und beinhaltet die charakteristischen improvisierten Gesangsparts, bei denen Orbison in direkter Interaktion mit den Background-Sängern steht. Im Gegensatz zu seinen oft orchestralen Studioaufnahmen ist diese Live-Version durch einen reduzierten, gitarrenlastigen Sound geprägt.
Kulturelle Bedeutung
Die Darbietung von „What’d I Say“ diente in Orbisons Konzerten als Kontrast zu seinen dramatischen Balladen wie „Crying“ oder „In Dreams“. Der Song unterstrich seine musikalische Herkunft aus dem Rockabilly-Umfeld von Sun Records. Die Veröffentlichung des Konzerts A Black and White Night im Jahr 1988 trug maßgeblich zum späten Karriere-Revival von Roy Orbison bei und festigte seinen Einfluss auf die Rockmusik der 1980er Jahre.
Weiterführende Links
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