Lale Andersen
Lied eines jungen Wachtpostens (Lili Marleen)
Kurzübersicht zum Song
"Lied eines jungen Wachtpostens" basiert auf dem 1915 entstandenen Gedicht "Das Lied eines jungen Soldaten auf der Wacht" von Hans Leip. Der Text wurde 1937 von Norbert Schultze vertont. Lale Andersen nahm das Lied 1939 auf; veröffentlicht wurde es unter dem Titel "Lili Marleen". Zunächst blieb die Aufnahme weitgehend unbeachtet. Große Bekanntheit erlangte sie ab 1941 durch regelmäßige Ausstrahlungen des deutschen Soldatensenders Belgrad. Das Lied wurde daraufhin international bekannt und in zahlreiche Sprachen übertragen. Historisch belegt ist, dass "Lili Marleen" zu den bekanntesten deutschsprachigen Liedern des 20. Jahrhunderts zählt. Die Verbindung von Leip als Textdichter, Schultze als Komponist und Andersens Aufnahme ist für die Werkgeschichte zentral.
Lied eines jungen Wachtpostens (Lili Marleen)
Entstehung und Vorlage
„Lied eines jungen Wachtpostens“ ist die ursprüngliche Liedfassung des später unter dem Refrain-Titel „Lili Marleen“ weltbekannt gewordenen Stücks. Der Text geht auf das Gedicht „Das Lied eines jungen Soldaten auf der Wacht“ von Hans Leip zurück, das 1915 entstand und 1937 in einem Gedichtband veröffentlicht wurde. Die Musik komponierte Norbert Schultze im Jahr 1938.
Lale Andersens Aufnahme
Lale Andersen nahm das Lied 1939 auf. Die Aufnahme erschien auf Schallplatte unter dem Titel „Lied eines jungen Wachtpostens“; der Name „Lili Marleen“ setzte sich später aus dem Liedtext heraus als gebräuchliche Bezeichnung durch.
Historische Bedeutung
Besondere Bekanntheit erlangte das Lied im Zweiten Weltkrieg durch Ausstrahlungen des deutschen Soldatensenders Radio Belgrad. Die Sendungen machten die Aufnahme weit über Deutschland hinaus bekannt. Das Lied wurde von Soldaten verschiedener Kriegsparteien gehört und entwickelte sich zu einem der international bekanntesten deutschsprachigen Songs der Zeit.
Kulturelle Wirkung
„Lili Marleen“ wurde in zahlreiche Sprachen übertragen und von vielen Interpreten aufgenommen. Die Fassung von Lale Andersen blieb die historisch prägende Version, mit der das Lied dauerhaft verbunden ist. Der Stoff wurde später auch filmisch aufgegriffen, darunter in Rainer Werner Fassbinders Film „Lili Marleen“ aus dem Jahr 1981.
Weiterführende Links
Externe Seiten zum Nachschlagen (Metadaten, Hintergrund, Lyrics).