Johnny Cash
A Boy Named Sue
Kurzübersicht zum Song
"A Boy Named Sue" ist ein von Shel Silverstein geschriebener Song, den Johnny Cash 1969 veröffentlichte. Cash nahm die bekannteste Fassung am 24. Februar 1969 live im San Quentin State Prison in Kalifornien auf; sie erschien auf dem Album "At San Quentin" und im selben Jahr als Single. Produzent der Aufnahme war Bob Johnston. Der Titel wurde ein großer kommerzieller Erfolg und erreichte Platz 2 der Billboard Hot 100 sowie Platz 1 der US-Country-Charts. Bei den Grammy Awards gewann Johnny Cash 1970 für die Aufnahme den Preis für Best Country Vocal Performance, Male; Shel Silverstein erhielt einen Grammy für den Song als Best Country Song. Musikalisch ist das Stück als humorvoll erzählte Country-Nummer mit starkem Sprechgesangs- und Storytelling-Charakter angelegt, was an die Tradition narrativer Country- und Folk-Songs anknüpft.
Informationen zum Song
- Genre: Country
- Dauer: 03:47
- Tempo: 101 BPM
- Label: Columbia Nashville Legacy / Columbia/Legacy / Vintage Jukebox / Legacy Recordings / Vanilla OMP / Island Def Jam / Mercury Studios / Goodwind Records / The Music Factory / Kitsune
- ISRC: USSM16900746
- Veröffentlichungen: 12 Albums, 1 Album verfügbar
A Boy Named Sue
Johnny Cash – Hintergrund zum Song A Boy Named Sue
A Boy Named Sue ist ein von Shel Silverstein geschriebener Song, den Johnny Cash 1969 veröffentlichte. Cashs bekannteste Version entstand live am 24. Februar 1969 im San Quentin State Prison in Kalifornien und erschien auf dem Album At San Quentin. Die Aufnahme gilt als eine der prägendsten Live-Performances seiner Karriere.
Entstehungsgeschichte von A Boy Named Sue
Der Song stammt nicht von Johnny Cash selbst, sondern von dem Autor, Cartoonisten und Songwriter Shel Silverstein. Cash hörte das Stück nach eigenen Angaben kurz vor dem Auftritt in San Quentin und nahm es dort live auf. Gerade diese spontane Nähe zur Aufführung ist ein oft hervorgehobener Teil der Entstehungsgeschichte der berühmten Version.
Bemerkenswert ist auch, dass Cash den Text bei der Live-Darbietung teilweise von einem Blatt ablas. Das passt dazu, dass ihm das Lied noch relativ neu war. Die rohe, unmittelbare Wirkung der Aufnahme wurde dadurch eher verstärkt als gemindert.
Musikalische Merkmale und Produktion
Musikalisch verbindet A Boy Named Sue Elemente aus Country, Folk und dem für Cash typischen erzählenden story song-Format. Im Mittelpunkt steht weniger eine ausgefeilte Studioproduktion als der Vortrag: ein rhythmisch gesprochen-gesungener Text, pointierte Dramaturgie und ein klar aufgebauter Spannungsbogen bis zur Pointe.
Die bekannte Fassung ist eine Liveaufnahme. Gerade das hörbare Publikumsfeedback aus dem Gefängnis, Cashs Timing und die direkte Begleitung tragen stark zur Wirkung bei. Die Aufnahme ist auch für ihren rauen, unverstellten Klang bekannt, der gut zu Cashs Bühnenpersona passt.
Kulturelle und historische Bedeutung
Der Song wurde zu einem der größten Crossover-Erfolge von Johnny Cash. Er erreichte in den USA Platz 2 der Billboard Hot 100 und Platz 1 der Country-Charts. Damit gehört er zu seinen kommerziell erfolgreichsten Einzelsongs überhaupt.
Historisch wichtig ist außerdem der Kontext der San-Quentin-Konzerte. Cashs Auftritte in Gefängnissen waren ein zentraler Teil seines öffentlichen Profils in den 1960er Jahren. A Boy Named Sue ist eng mit dieser Phase verbunden und steht exemplarisch für die Verbindung aus Humor, Rebellion und erzählerischer Schärfe, die Cashs Werk oft auszeichnet.
Verifizierbare Fakten zu A Boy Named Sue
- Songwriter: Shel Silverstein
- Bekannteste Aufnahme: live im San Quentin State Prison, 24. Februar 1969
- Veröffentlichung auf dem Album: At San Quentin (1969)
- US-Chartplatzierung: Platz 2 in den Billboard Hot 100
- Country-Chart: Platz 1 in den USA
- Auszeichnung: Der Song brachte Johnny Cash einen Grammy Award ein, für die beste Country-Gesangsdarbietung eines Mannes
Weiterführende Links
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