The Rolling Stones
Everybody Needs Somebody To Love (Finale) (Live)
Kurzübersicht zum Song
"Everybody Needs Somebody to Love" ist ein Song von Bert Berns, Solomon Burke und Jerry Wexler. The Rolling Stones veröffentlichten ihre Version 1965 auf dem britischen Album "The Rolling Stones No. 2". Eine Liveaufnahme erschien 1966 auf dem Album "Got Live If You Want It!". Die Angabe "Finale" kennzeichnet eine abschließende Aufführungsfassung des Stücks im Kontext einer Live-Darbietung. The Rolling Stones spielten den Titel in den 1960er Jahren regelmäßig im Konzertprogramm. Die Rolling-Stones-Version basiert auf dem Soul-Original von Solomon Burke aus dem Jahr 1964. Die Interpretation der Band verbindet Rhythm and Blues mit dem rauen Livesound der Gruppe.
Informationen zum Song
- Genre: Rock
- Dauer: 04:04
- Tempo: 89 BPM
- Label: ABKCO Music & Records, Inc.
- ISRC: USA171210012
- Veröffentlichungen: 1 Album verfügbar
Everybody Needs Somebody To Love (Finale) (Live)
Entstehungsgeschichte und Songwriting
„Everybody Needs Somebody To Love“ wurde ursprünglich von Solomon Burke, Bert Berns und Jerry Wexler verfasst und im Jahr 1964 von Burke als Single veröffentlicht. Die Rolling Stones nahmen ihre erste Studioversion des Titels bereits Anfang 1965 in den RCA Studios in Hollywood für das Album The Rolling Stones No. 2 auf. Die spezifische Live-Version, die oft als „Finale“ gekennzeichnet wird, ist Bestandteil des ersten offiziellen Live-Albums der Band, Got Live If You Want It!, welches im Dezember 1966 erschien.
Live-Aufnahme und Kontext
Die Aufnahmen für das Live-Finale entstanden während der Tournee durch das Vereinigte Königreich im September und Oktober 1966. Ein wesentlicher Teil der Aufnahmen für das dazugehörige Album wurde in der Royal Albert Hall in London sowie im City Hall in Newcastle dokumentiert. In dieser Phase ihrer Karriere fungierte der Song häufig als energetischer Abschluss der Setlist, um die aufgeheizte Atmosphäre der Konzerte zum Höhepunkt zu führen. Die Produktion lag in den Händen von Andrew Loog Oldham, der den Fokus auf die Einfangung der authentischen, oft chaotischen Live-Energie und der extremen Lautstärke des Publikums legte.
Musikalische Merkmale
Die Live-Version unterscheidet sich von der Studiofassung durch ein signifikant gesteigertes Tempo und eine rauere Klangästhetik. Mick Jagger adaptiert den Stil eines Soul-Predigers und nutzt ein gesprochenes Intro, um eine direkte Interaktion mit den Fans herzustellen. Die Instrumentierung ist durch die typische Rollenverteilung der mittleren 1960er Jahre geprägt:
- Keith Richards und Brian Jones spielen ineinandergreifende, stark verzerrte Gitarrenriffs, die auf dem ursprünglichen Rhythm-and-Blues-Schema basieren.
- Charlie Watts liefert einen treibenden, schnellen Backbeat am Schlagzeug.
- Bill Wyman spielt eine repetitive, pumpende Basslinie, die das Fundament für die Improvisationen der Gitarristen bildet.
Das „Finale“ auf dem Album Got Live If You Want It! ist zudem durch eine Überlagerung von Fan-Kreischen und Bühnengeräuschen gekennzeichnet, was den dokumentarischen Charakter der Aufnahme betont.
Kulturelle Bedeutung und Verwendung
Die Interpretation der Rolling Stones trug maßgeblich dazu bei, den Song in der Rockmusik-Kultur zu verankern, bevor er Jahre später durch die Verfilmung The Blues Brothers (1980) eine erneute weltweite Popularität erlangte. Für die Rolling Stones markierte das Stück den Übergang von einer reinen Cover-Band hin zu einer Gruppe, die Soul-Standards in einen aggressiveren Rock-Kontext transformierte. Die Live-Version von 1966 gilt als Zeitzeugnis für die „Stones-Mania“, bei der die musikalische Darbietung oft mit physischen Ausschreitungen und Bühnenstürmen einherging.
Weiterführende Links
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