The Cure
Plainsong (Live)
Kurzübersicht zum Song
„Plainsong“ ist ein Lied der englischen Band The Cure. „Plainsong“ eröffnet das 1989 veröffentlichte Studioalbum „Disintegration“. Robert Smith schrieb das Stück. Die ursprüngliche Studioaufnahme von „Plainsong“ wurde von Robert Smith und David M. Allen produziert. Der Song ist für seinen weit ausgedehnten Synthesizer-Klang, sein Gitarrenspiel und seinen dichten Hall bekannt. Die Liedzeile „I think it’s dark and it looks like rain“ steht am Anfang des Textes. Eine Live-Fassung von „Plainsong“ erschien auf dem 1991 veröffentlichten Livealbum „Entreat“ von The Cure. „Entreat“ dokumentiert Aufnahmen der „Disintegration“-Tour.
Informationen zum Song
- Genre: Rock
- Dauer: 05:27
- Label: UMC (Universal Music Catalogue) / Mercury Studios
- ISRC: GBCBR1900113
- Veröffentlichungen: 2 Albums verfügbar
Plainsong (Live)
Plainsong (Live)
Plainsong ist das Eröffnungsstück des 1989 erschienenen Studioalbums Disintegration und nimmt in der Live-Historie von The Cure eine zentrale Rolle als atmosphärischer Konzertauftakt ein. Die Komposition wurde von Robert Smith geschrieben und markiert den Beginn der „Prayer Tour“, bei der das Lied konsequent als erster Song des Sets eingesetzt wurde.
Musikalische Merkmale und Instrumentierung
Die Live-Darbietung von „Plainsong“ ist durch eine dichte Wand aus Synthesizer-Flächen geprägt, die den für das Disintegration-Ära typischen „Wall of Sound“ erzeugen. Zu den wesentlichen klanglichen Merkmalen gehören:
- Der Einsatz des Solina String Ensemble Synthesizers für die orchestralen Streicher-Texturen.
- Ein markantes, glockenähnliches Intro, das oft durch Windspiele oder spezifische Synthesizer-Presets eingeleitet wird.
- Ein ausgedehntes instrumentales Crescendo, das in der Regel über zwei Minuten andauert, bevor der Gesang von Robert Smith einsetzt.
- Die Verwendung von tiefen, dröhnenden Basslinien, die live oft durch Simon Gallup mit einem hohen Anteil an Chorus-Effekten gespielt werden.
Veröffentlichungen und Aufnahmen
Es existieren mehrere offizielle Live-Dokumentationen des Songs, die unterschiedliche Phasen der Bandgeschichte repräsentieren:
- Entreat (1990): Diese Version wurde im Juli 1989 während der „Prayer Tour“ im Londoner Wembley-Stadion aufgenommen. Sie gilt als Referenzaufnahme für die ursprüngliche Live-Besetzung mit Roger O’Donnell an den Keyboards.
- Show (1993): Eine Aufnahme aus dem Palace of Auburn Hills in Michigan, die während der „Wish Tour“ entstand.
- Trilogy (2003): Eine Live-Aufnahme aus dem Berliner Tempodrom, bei der das gesamte Disintegration-Album in chronologischer Reihenfolge aufgeführt wurde.
- Curætion-25 (2019): Eine Darbietung im Rahmen des Meltdown Festivals im Royal Festival Hall, die die Entwicklung des Songs über drei Jahrzehnte zeigt.
Inhaltlicher Hintergrund
Der Text des Liedes basiert auf einer realen Begebenheit und einem Gespräch zwischen Robert Smith und seiner Ehefrau Mary Poole. Die Zeilen beschreiben eine intensive emotionale Erfahrung während eines Sturms. Der Titel „Plainsong“ (deutsch: gregorianischer Choral) bezieht sich auf die schlichte, fast rezitativische Art des Gesangs, die im Kontrast zur opulenten instrumentalen Begleitung steht.
Kulturelle Bedeutung und Verwendung
In der Live-Inszenierung wird „Plainsong“ oft mit massivem Einsatz von Nebelmaschinen und statischem, meist blauem oder weißem Licht kombiniert, um die melancholische Grundstimmung des Albums zu visualisieren. Das Stück wurde 2011 während der „Reflections“-Konzerte im Sydney Opera House und im Royal Albert Hall als integraler Bestandteil der vollständigen Disintegration-Aufführung präsentiert.
Weiterführende Links
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