Lou Monte, Hugo Winterhalter Orchestra
Darktown Strutters Ball (Italian Style)
Kurzübersicht zum Song
„Darktown Strutters Ball (Italian Style)“ ist eine Version des Songs „Darktown Strutters’ Ball“. Die Aufnahme wird Lou Monte und dem Hugo Winterhalter Orchestra zugeschrieben. Der Originalsong „Darktown Strutters’ Ball“ wurde 1917 von Shelton Brooks veröffentlicht. Lou Monte war ein US-amerikanischer Sänger, der für italoamerikanisch geprägte Unterhaltungsmusik bekannt war. Hugo Winterhalter war ein US-amerikanischer Orchesterleiter, Arrangeur und Produzent.
Informationen zum Song
- Genre: Kids
- Dauer: 02:40
- Tempo: 94 BPM
- Label: Timeless Music Company
- ISRC: AUDD31000244
- Veröffentlichungen: 1 Album verfügbar
Darktown Strutters Ball (Italian Style)
Ursprung und Novelty-Adaption
Der Song „Darktown Strutters Ball (Italian Style)“ ist eine humoristische Neuinterpretation des Jazzstandards „Darktown Strutters' Ball“ von Shelton Brooks aus dem Jahr 1917. Lou Monte, ein auf italo-amerikanische Novelty-Songs spezialisierter Sänger, unterlegte die Vorlage mit italienischen Textfragmenten, stereotypem Akzent und komödiantischen Einwürfen. Die Aufnahme entstand in den späten 1950er Jahren im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit RCA Victor und dem Orchester von Hugo Winterhalter.
Arrangement und Besetzung
Hugo Winterhalter, ein einflussreicher Arrangeur der RCA-Ära, versah das Stück mit einer opulenten Big-Band-Instrumentierung. Das Arrangement verbindet den synkopierten Two-Beat des traditionellen Dixieland mit orchestralen Klangfarben und Einflüssen italienischer Volksmusik – darunter Akkordeon- oder mandolinenartige Passagen, die den spielerischen Italian Style unterstreichen. Monte phrasiert den englischen Originaltext durchsetzt mit spontanen italienischen Ausrufen und parodistischer Gesangsdarbietung.
Einordnung in Lou Montes Repertoire
Die Aufnahme reiht sich in eine Serie ethnisch gefärbter Novelty-Titel ein, mit denen Monte ab Mitte der 1950er Jahre gezielt das italo-amerikanische Publikum ansprach. Der Song teilt die komödiantische Ästhetik späterer Monte-Hits wie „Lazy Mary“ oder „Pepino the Italian Mouse“ und dokumentiert die enge Studiozusammenarbeit mit Winterhalter, der zahlreiche Monte-Veröffentlichungen arrangierte. Als humorvolle Aneignung eines afroamerikanischen Jazzklassikers ist das Stück gleichzeitig ein Beispiel für die crossovertaugliche Ethnic-Novelty-Welle der US-Nachkriegsunterhaltung.
Weiterführende Links
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