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John Lennon
Gimme Some Truth (Evolution Documentary)

Cover: Gimme Some Truth (Evolution Documentary) von John Lennon

Kurzübersicht zum Song

„Gimme Some Truth“ ist ein Song von John Lennon. Die Komposition wird Lennon zugeschrieben und in Veröffentlichungen der frühen 1970er Jahre geführt. Der Titel erschien 1971 auf dem Album „Imagine“. Inhaltlich richtet sich der Song gegen Lüge, Heuchelei und politische Verstellung. Die Formulierung „Evolution Documentary“ bezeichnet eine dokumentarische Fassung im Umfeld späterer Archiv- und Neuveröffentlichungen zu John Lennons Werk. Der zugrunde liegende Song entstand aus Lennons Arbeit an Material, das bereits in der späten Beatles-Phase existierte. Die bekannte Studiofassung wurde in den Ascot Sound Studios in Tittenhurst Park aufgenommen.

Informationen zum Song

  • Genre: Rock
  • Dauer: 05:12
  • Label: UMC (Universal Music Catalogue)
  • ISRC: GBUM71804067
  • Veröffentlichungen: 1 Album verfügbar

MP3-Preview (30s) bereitgestellt von Deezer ❤️
Informationen zum Song
Gimme Some Truth (Evolution Documentary)

Gimme Some Truth (Evolution Documentary)

Entstehung der Evolution Documentary

Die Evolution Documentary wurde von den Toningenieuren Paul Hicks, Sam Gannon und Rob Stevens für die 2018 veröffentlichte Box Imagine: The Ultimate Collection zusammengestellt. Sie basiert auf den analogen Mehrspurbändern der Aufnahmesessions, die zwischen Mai und Juli 1971 in Lennons Heimstudio (Ascot Sound Studios) und in den Record Plant Studios in New York stattfanden. Der Track montiert verschiedene Takes, Studiogespräche und Arrangement-Varianten zu einer chronologischen Klangdokumentation des Entstehungsprozesses. Die Zusammensetzung beginnt mit einem frühen, sparsam instrumentierten Take und führt über Probendialoge bis zur nahezu fertigen Instrumentalspur des endgültigen Masters.

Songhistorischer Kontext

John Lennon komponierte Gimme Some Truth erstmals im Januar 1969 während der Beatles-Sessions für das Let It Be-Projekt in den Twickenham Film Studios. Eine frühe Fassung mit Paul McCartney am Schlagzeug und stark abweichendem Text blieb unveröffentlicht. Die 1971 aufgenommene Version für das Album Imagine griff den bitter-sarkastischen Grundton wieder auf und verschärfte die direkte politische Anklage gegen Heuchelei und Regierungslügen. Die markante Zeile über short-haired yellow-bellied sons of tricky dicky zielt unmittelbar auf den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon.

Musikalische Merkmale der Entwicklung

Die Evolution Documentary belegt die schrittweise Verdichtung der Instrumentierung. In den frühen Takes dominiert Lennons zorniger, trocken aufgenommener Gesang, begleitet von repetitiven Pianoblockakkorden und Nicky Hopkins’ tastenden Klavierläufen. Ab Take 3 integrierte das Arrangement George Harrisons charakteristisch schneidende Slide-Gitarre, deren schrille Phrasen während des Outros mehrfach neu angesetzt wurden. Die Rhythmusgruppe aus Klaus Voormann (Bass) und Alan White (Schlagzeug) entwickelte erst im Verlauf der Takes das treibende, fast punkartige Timing, das den finalen Mastertrack prägt.

Produktion und Klangcharakter

Phil Spector übernahm wie beim gesamten Imagine-Album die Koproduktion und setzte seinen charakteristischen Wall-of-Sound dezent ein. Die Evolution Documentary lässt Spectors Eingriffe durch A/B-artige Übergänge zwischen Rohfassung und abgemischten Passagen akustisch hervortreten. Der finale Gitarrensound entstand durch eine direkte Einspeisung von Harrisons Fender Stratocaster in das Mischpult, ergänzt durch einen stark komprimierten Leslie-Kabinett-Effekt. Das Mastering für die Ultimate Collection erfolgte 2018 in den Abbey Road Studios.


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