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Johannes Brahms
Danza Húngara No. 5 (De "El Gran Dictador")

Cover: Danza Húngara No. 5 (De "El Gran Dictador") von Johannes Brahms

Kurzübersicht zum Song

Johannes Brahms veröffentlichte seine Sammlung Ungarische Tänze 1869 zunächst als Bearbeitungen für Klavier zu vier Händen. Der Ungarische Tanz Nr. 5 in fis-Moll gehört zu den bekanntesten Stücken dieser Reihe. Das Stück basiert auf dem Csárdás „Bártfai emlék“ des ungarischen Komponisten Béla Kéler, der unter dem Namen Albert Bártfay publizierte. Die Musik steht in der Form eines kontrastreichen Tanzsatzes mit wechselnden Tempi und markanten Akzentverschiebungen. Der Titelzusatz „De \"El Gran Dictador\"“ verweist auf die Verwendung der Komposition im Film „The Great Dictator“ von Charlie Chaplin aus dem Jahr 1940. In einer berühmten Filmszene begleitet die Musik eine Rasur-Choreografie im Takt der Phrasen des Stücks. Brahms fertigte später auch eine Fassung für Orchester an; weitere Orchestrierungen stammen von anderen Bearbeitern.

Informationen zum Song

  • Genre: Filme/Videospiele
  • Dauer: 02:23
  • Tempo: 118 BPM
  • Label: Musirama
  • ISRC: QM6MZ1530309
  • Veröffentlichungen: 1 Album verfügbar

MP3-Preview (30s) bereitgestellt von Deezer ❤️
Informationen zum Song
Danza Húngara No. 5 (De "El Gran Dictador")

Werk und Herkunft

Ungarischer Tanz Nr. 5 ist eines der bekanntesten Stücke aus den 21 Ungarischen Tänzen von Johannes Brahms. Brahms veröffentlichte die ersten zehn Tänze 1869 zunächst für Klavier zu vier Händen. Der fünfte Tanz steht in fis-Moll und gehört zu den am häufigsten gespielten Nummern des Zyklus.

Entstehung und musikalische Grundlage

Die Ungarischen Tänze beruhen nicht auf frei erfundenem thematischem Material, sondern auf Bearbeitungen und kunstvollen Umformungen von Melodien aus der ungarisch geprägten Verbunkos- und Zigeunermusik-Tradition, wie Brahms sie im 19. Jahrhundert kennenlernte. Der fünfte Tanz wurde lange als Brahms-Komposition im engeren Sinn wahrgenommen, steht jedoch in enger Beziehung zu dem Stück Bártfai emlék des ungarischen Komponisten Béla Kéler.

Musikalische Merkmale

Der Satz ist durch starke Tempokontraste, markante Akzente und einen tänzerisch-rhapsodischen Gestus geprägt. Charakteristisch sind abrupte Wechsel zwischen leidenschaftlich vorwärtsdrängenden Abschnitten und zurückgenommenen Passagen. In orchestrierten Fassungen treten die scharf konturierten Rhythmen und die effektvolle Dynamik besonders deutlich hervor.

Versionen und Bearbeitungen

Brahms schrieb die Sammlung ursprünglich für Klavier zu vier Händen. Später entstanden Fassungen für Klavier zu zwei Händen sowie Orchestrierungen. Die Orchestrierung des fünften Tanzes wird häufig im Konzertleben gespielt und trug wesentlich zur Popularität des Stücks bei.

Verwendung in Der große Diktator

Das Stück ist eng mit Charlie Chaplins Film Der große Diktator von 1940 verbunden. In einer berühmten Szene wird Brahms’ Ungarischer Tanz Nr. 5 als musikalische Grundlage für eine komische Rasur-Choreografie verwendet. Diese Filmszene machte das Werk auch außerhalb des klassischen Konzertbetriebs einem sehr breiten Publikum bekannt.

Kulturelle Bedeutung

Ungarischer Tanz Nr. 5 zählt zu den populärsten Einzelstücken von Brahms überhaupt. Das Werk steht exemplarisch für die starke Wirkung stilisierter ungarischer Idiome in der Musik des 19. Jahrhunderts. Seine Präsenz in Konzertprogrammen, Rundfunk, Film und populären Zusammenhängen machte es zu einem der bekanntesten klassischen Charakterstücke.


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