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Höhner
Die Karawane zieht weiter...dä Sultan hät Doosch! (Live)

Cover: Die Karawane zieht weiter...dä Sultan hät Doosch! (Live) von Höhner

Kurzübersicht zum Song

„Die Karawane zieht weiter...dä Sultan hät Doosch!“ ist ein Lied der Kölner Band Höhner. Der Titel ist in kölscher Sprache formuliert. Das Lied gehört zum Repertoire des Kölner Karnevals. Die Formulierung „dä Sultan hät Doosch“ bedeutet auf Hochdeutsch „der Sultan hat Durst“. Die Live-Version kennzeichnet eine Aufnahme aus einer Bühnenaufführung. Höhner sind eine Musikgruppe aus Köln. Die Band ist für Karnevals- und Stimmungslieder bekannt.

Informationen zum Song

  • Genre: Pop
  • Dauer: 03:32
  • Tempo: 139 BPM
  • Label: Rhingtön
  • ISRC: DEA340201204
  • Veröffentlichungen: 1 Album verfügbar

MP3-Preview (30s) bereitgestellt von Deezer ❤️
Informationen zum Song
Die Karawane zieht weiter...dä Sultan hät Doosch! (Live)

Hintergrund

Die Karawane zieht weiter... dä Sultan hät Doosch! wurde 1998 von der Kölner Mundart-Band Höhner veröffentlicht. Der Song entstand als karnevalistische Reaktion auf die damalige gesellschaftspolitische Stimmung in Deutschland. Text und Musik stammen aus der Feder der Höhner-Mitglieder Peter Werner-Jates, Jens Streifling und Janus Fröhlich gemeinsam mit dem Produzenten Thomas Brückner. Die markante orientalische Melodieführung und der ironische Text persiflieren die multikulturelle Gesellschaft und den oft beklagten Verlust traditioneller Werte – verpackt in das Bild einer durch die Wüste ziehenden Karawane, deren durstiger Sultan mit den Rufen „Dä Sultan hät Doosch!“ die Oasen-Plünderung einfordert.

Musikalische Merkmale

Die musikalische Grundlage des Stücks bildet ein treibender Oriental-Pop-Rhythmus, der stark an türkische und arabische Tanzmusik angelehnt ist. Prägend sind die durchgängige Darbuka-Perkussion, eine markante Zurna-artige Synthesizer-Melodie und der mehrstimmige Refrain im Kölner Dialekt. In der Live-Version, die auf zahlreichen Mitschnitten von Karnevalssitzungen und Konzerten dokumentiert ist, wird der ohnehin ekstatische Charakter des Liedes durch ausgedehnte Call-and-Response-Passagen mit dem Publikum verstärkt. Das Publikum skandiert dabei den zentralen Ausruf „Dä Sultan hät Doosch! – Dä Sultan hät Doosch!“ als kollektiven Chor.

Chartplatzierung und Resonanz

Die Single erreichte 1998 Platz 28 der deutschen Singlecharts und hielt sich insgesamt 18 Wochen in der Hitparade. Im Kölner Karneval wurde das Lied umgehend zur Session-Hymne und zählt bis heute zum Standardrepertoire der Höhner bei ihren Live-Auftritten. Die Mischung aus Ohrwurm-Refrain, ironischer Gesellschaftskritik und ekstatischer Mitsing-Dynamik machte den Titel zu einem der kommerziell erfolgreichsten der Band.

Kontroverse

Das Lied löste unmittelbar nach Veröffentlichung eine Kontroverse aus: Verschiedene Medien und politische Gruppen warfen den Höhnern vor, mit der Textzeile „Dä Sultan hät Doosch! – Jetzt kütt dat Jeld zurück!“ ausländerfeindliche Ressentiments zu bedienen und ein Zerrbild des angeblich fordernden Zuwanderers zu zeichnen. Die Band wies diese Vorwürfe stets zurück und verwies auf den satirischen, überspitzenden Charakter des typischen Kölner Karnevalsschlagers.


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