Frank Sinatra
Ave Maria
Kurzübersicht zum Song
Frank Sinatra veröffentlichte eine Aufnahme von „Ave Maria“ auf dem Album „Christmas Songs by Sinatra“ (Columbia, 1948). Das Werk selbst ist jedoch kein originär von Sinatra geschriebener Song, sondern basiert auf der berühmten Vertonung „Ave Maria“ von Franz Schubert. Schuberts Fassung entstand 1825 als „Ellens dritter Gesang“ (D 839) nach Walter Scotts Versepos „The Lady of the Lake“ in deutscher Übersetzung von Adam Storck; erst später wurde der lateinische Text des katholischen Gebets „Ave Maria“ mit der Melodie verbunden. Sinatras Version steht damit in der Tradition zahlreicher populärer und klassischer Interpretationen dieses geistlichen Stücks und ist im Kontext seines Weihnachtsrepertoires ein Beispiel für die Übertragung sakraler Standardwerke in das amerikanische Vocal-Pop-Format der 1940er Jahre.
Informationen zum Song
- Dauer: 03:28
- Label: Rapier Music / Legacy Recordings
- ISRC: USSM10018237
- Veröffentlichungen: 2 Albums verfügbar
Ave Maria
Einordnung
„Ave Maria“ ist ein geistliches Stück, das Frank Sinatra aufgenommen hat. Die Aufnahme erschien auf dem Album Christmas Songs by Sinatra aus dem Jahr 1948. Dieses Album gehört zu den frühen Weihnachtsveröffentlichungen Sinatras bei Columbia Records.
Musikalischer Kontext
Sinatras Fassung steht im Zusammenhang mit der im 19. Jahrhundert populär gewordenen Vertonung von Charles Gounod, die über Johann Sebastian Bachs Präludium in C-Dur aus dem Wohltemperierten Klavier gelegt wurde. Der zugrunde liegende Text „Ave Maria“ ist ein lateinisches Mariengebet der katholischen Liturgie. Damit gehört das Stück in Sinatras Repertoire zu den ausdrücklich sakralen Titeln und unterscheidet sich von den stärker populärmusikalisch geprägten Weihnachtsliedern desselben Albums.
Veröffentlichungskontext
Christmas Songs by Sinatra wurde ursprünglich als 78-rpm-Albumset veröffentlicht. Auf dieser Veröffentlichung verband Sinatra traditionelle Weihnachtslieder mit religiösen Stücken. „Ave Maria“ steht dort neben Titeln wie Silent Night und Adeste Fideles, was die kirchenmusikalische Ausrichtung eines Teils des Programms unterstreicht.
Bedeutung im Sinatra-Katalog
Die Aufnahme dokumentiert Sinatras Beschäftigung mit geistlichem Repertoire in der Columbia-Phase seiner Karriere. Sie gehört zu den frühen Beispielen dafür, dass Sinatra neben Swing-, Balladen- und Filmsongs auch religiös geprägtes Material für Schallplatten einspielte. Im Kontext seiner Weihnachtsaufnahmen nahm „Ave Maria“ dadurch eine besondere Rolle als klassisch geprägtes Andachtsstück ein.
Weiterführende Links
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