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Fehlfarben
Grauschleier

Cover: Grauschleier von Fehlfarben

Kurzübersicht zum Song

„Grauschleier“ ist ein Song der deutschen Band Fehlfarben. Der Titel erschien 1980 auf dem Album „Monarchie und Alltag“. Fehlfarben formierten sich in Düsseldorf. Die Band wird der deutschsprachigen Post-Punk- und New-Wave-Bewegung zugerechnet. „Monarchie und Alltag“ erschien beim Label Welt-Rekord. Das Album gilt als zentrales Werk der frühen deutschen Pop- und Punkgeschichte. Sänger der frühen Fehlfarben-Besetzung war Peter Hein. Zur klassischen Besetzung der Albumphase gehörten außerdem Helmut Zerlett, Thomas Schwebel, Michael Kemner und Markus Oehlen.

Informationen zum Song

  • Genre: Rock
  • Dauer: 02:26
  • Tempo: 173 BPM
  • Label: Ata Tak / Vertigo Berlin / Schallter / monkey.
  • ISRC: DEA348002076
  • Veröffentlichungen: 3 Albums verfügbar

MP3-Preview (30s) bereitgestellt von Deezer ❤️
Informationen zum Song
Grauschleier

Entstehung und Albumkontext

Der Song „Grauschleier“ ist der zwölfte und letzte Titel auf dem Debütalbum „Monarchie und Alltag“ der deutschen Band Fehlfarben, das am 18. September 1980 über das Label EMI Electrola veröffentlicht wurde. Das Album entstand in den EMI-Studios in Köln unter der Produktionsleitung von Horst Luedtge in Zusammenarbeit mit der Band. Die Aufnahmen fanden im Sommer 1980 statt. Sänger und Texter Peter Hein verfasste sämtliche Texte des Albums, während die musikalischen Kompositionen von den Bandmitgliedern Thomas Schwebel (Gitarre), Michael Kemner (Bass), Uwe Bauer (Schlagzeug) und den weiteren beteiligten Musikern stammen.

Musikalische Gestaltung

„Grauschleier“ unterscheidet sich von den treibenderen New-Wave-Stücken des Albums durch ein langsames, getragenes Tempo und eine atmosphärisch-dichte Klangtextur. Der Bass von Michael Kemner bildet das melodische Fundament, während Thomas Schwebels Gitarrenspiel mit hallunterlegten, verhallten Akkorden arbeitet. Der Titel verzichtet auf einen konventionellen Refrain und setzt stattdessen auf eine repetitive, hypnotische Struktur. Als Abschluss des Albums fungiert der Song als ruhiger, resignativer Kontrapunkt zu den eingängigeren Single-Auskopplungen wie „Es geht voran“ oder „Militürk“.

Textliche Einordnung

Der Text von Peter Hein setzt dessen auf „Monarchie und Alltag“ durchgängig präsente Methode der fragmentarischen Alltagsbeobachtung fort. Statt narrativer Geschlossenheit reiht Hein assoziative Bilder und Momentaufnahmen aneinander, die eine Stimmung von Tristesse, innerer Leere und sozialer Entfremdung zeichnen. Der titelgebende „Grauschleier“ fungiert dabei als Metapher für eine gedämpfte, farblose Wahrnehmung der Umgebung. Das Lied steht exemplarisch für die sprachkritische und gesellschafts skeptische Haltung, die das gesamte Album durchzieht und es zu einem Schlüsselwerk der deutschsprachigen Post-Punk-Ära machte.


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