Chuck Berry
Thirty Days
Kurzübersicht zum Song
„Thirty Days“ ist ein Song von Chuck Berry. Der Titel wurde 1955 veröffentlicht. Die Originalaufnahme erschien als Single bei Chess Records. Die Komposition wird Chuck Berry zugeschrieben. Der Song gehört stilistisch zum frühen Rock ’n’ Roll mit deutlichen Bezügen zu Rhythm and Blues. Der Text verwendet die Zeile „Gonna give me thirty days to get back home“ als zentrales Motiv. Inhaltlich schildert der Song eine Auseinandersetzung um Beziehung, Trennung und die Frist bis zur Rückkehr. Der Titel wurde später von Ronnie Hawkins und The Beatles aufgegriffen. Eine bekannte alternative Titelzeile lautet „Thirty Days (To Come Back Home)“.
Informationen zum Song
- Genre: Rock
- Dauer: 02:24
- Label: Vintage Music / Island Mercury / Hot Dice / MusiKazoo / Discos Cada / Track Music / 12 Bar / 101 Music / Geffen
- ISRC: USMC15546867
- Veröffentlichungen: 2 Albums, 7 Albums verfügbar
Thirty Days
Hintergrund
„Thirty Days“ ist ein Song von Chuck Berry, der 1955 als Single bei Chess Records erschien. Der Titel wurde von Chuck Berry geschrieben. In einigen Veröffentlichungen trägt das Stück den erweiterten Titel „Thirty Days (To Come Back Home)“.
Inhalt und Vorlage
Der Text von „Thirty Days“ greift das Motiv eines Ultimatums auf, das der Erzähler einer fortgegangenen Partnerin setzt. Eine zentrale Zeile des Songs nennt nacheinander Behörden und Institutionen wie den district attorney, das FBI und den governor. Dieses erzählerische Grundmuster steht in direkter Verbindung zu „Thirty Days of Jail“, einem früheren Rhythm-&-Blues-Stück von Rudy Toombs, das 1952 von The Lamplighters aufgenommen wurde.
Musikalische Merkmale
„Thirty Days“ gehört stilistisch in den Übergangsbereich von Rhythm and Blues zu frühem Rock ’n’ Roll. Der Song ist von einem treibenden Beat, einer klar akzentuierten Gitarrenarbeit und Berrys charakteristischem, pointiertem Vortrag geprägt. Die Aufnahme folgt dem kompakten, singleorientierten Format, das für Berrys frühe Chess-Produktionen typisch war.
Veröffentlichung und Rezeption
Die Single erreichte 1955 Platz 2 der Billboard R&B Best Sellers. „Thirty Days“ war damit einer der frühen Charterfolge Chuck Berrys nach seinem Durchbruch mit „Maybellene“. Das Stück festigte Berrys Stellung als einer der prägenden Songwriter und Interpreten der frühen Rock-’n’-Roll-Phase.
Urheberrechtliche Auseinandersetzung
Wegen der deutlichen Nähe zu Rudy Toombs’ „Thirty Days of Jail“ kam es zu einer urheberrechtlichen Auseinandersetzung. In deren Folge wurde Rudy Toombs bei späteren Ausgaben als Miturheber berücksichtigt. Der Fall gehört zu den bekannten Beispielen für Streitigkeiten um Adaptionen und Umarbeitungen im Rhythm-&-Blues- und frühen Rock-’n’-Roll-Repertoire der 1950er Jahre.
Coverversionen
Eine bekannte spätere Version stammt von Ronnie Hawkins, der den Song unter dem Titel „Forty Days“ aufnahm. Diese Fassung wurde 1959 in Kanada ein Hit. Durch diese Umarbeitung blieb das Grundkonzept des Songs auch über Chuck Berrys Originalaufnahme hinaus im Rock- und R&B-Umfeld präsent.
Weiterführende Links
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