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Bob Dylan
Masters Of War

Cover: Masters Of War von Bob Dylan

Kurzübersicht zum Song

"Masters of War" ist ein Song von Bob Dylan, veröffentlicht 1963 auf dem Album "The Freewheelin' Bob Dylan". Die Aufnahme entstand am 24. April 1963 in den Columbia Studios in New York; Produzent war John Hammond. Das Stück gehört zu Dylans frühen Protestsongs der Folk-Ära. Die Melodie basiert nach übereinstimmender musikhistorischer Einordnung auf der traditionellen Ballade "Nottamun Town", die Dylan über die Folk-Sängerin Jean Ritchie kannte; die Urheberangabe des Songs liegt jedoch bei Bob Dylan. Inhaltlich und zeitgeschichtlich steht das Lied im Kontext des Kalten Krieges und der Aufrüstung Anfang der 1960er Jahre. Es wurde zu einem seiner bekanntesten politischen Lieder und vielfach von anderen Künstlern interpretiert. Eine bekannte Live-Fassung erschien 1963 auf "The Times They Are a-Changin'"-Sessions nicht als Studio-Master, später aber auf Archiv- und Konzertveröffentlichungen.

Informationen zum Song

  • Genre: Folk
  • Dauer: 04:31
  • Tempo: 166 BPM
  • Label: Columbia/Legacy / Columbia / House Of Humbug / Digital Opium / EmpyreIN / Perfect Sound Lab
  • ISRC: USSM16300212
  • Veröffentlichungen: 13 Albums, 2 Singles verfügbar

MP3-Preview (30s) bereitgestellt von Deezer ❤️
Informationen zum Song
Masters Of War

Bob Dylan – Hintergrund zu Masters of War

„Masters of War“ ist ein Song von Bob Dylan, der 1963 auf dem Album The Freewheelin’ Bob Dylan veröffentlicht wurde. Das Stück gilt als eines der schärfsten politischen Lieder in Dylans frühem Werk und wird häufig mit dem Klima des Kalten Krieges und der atomaren Aufrüstung in Verbindung gebracht.

Entstehungsgeschichte von Masters of War

Der Song entstand in Dylans früher Protestlied-Phase. Als gesicherter Vorläufer gilt die traditionelle Ballade „Nottamun Town“, deren Melodie Dylan für Masters of War adaptierte. Diese Herkunft ist in der Dylan-Forschung und in Werkkommentaren vielfach dokumentiert. Der Text selbst ist keine allgemeine Kriegsklage, sondern richtet sich direkt gegen jene, die Kriege planen, finanzieren oder von ihnen profitieren.

Aufgenommen wurde Masters of War für The Freewheelin’ Bob Dylan, ein Album, das in mehreren Sessions 1962 und 1963 in New York entstand. Der veröffentlichte Titel ist in einer stark reduzierten Darbietung gehalten, was den aggressiven, anklagenden Text zusätzlich hervorhebt.

Musikalische Merkmale

Musikalisch ist Masters of War ein Folk-Song mit deutlicher Anlehnung an traditionelle Balladenformen. Die veröffentlichte Aufnahme ist spärlich instrumentiert: Im Zentrum stehen Dylans Gesang und akustische Gitarre. Gerade diese karge Gestaltung ist ein wesentliches Merkmal der Wirkung des Songs. Die Melodie basiert nicht auf einer neu komponierten Pop-Struktur, sondern auf einem älteren traditionellen Muster, was dem Stück einen archaischen, eindringlichen Charakter verleiht.

Kulturelle und historische Bedeutung

Masters of War zählt zu den bekanntesten Protestsongs der 1960er Jahre. Der Song wurde zu einem wichtigen Beispiel für Dylans frühe Rolle als Stimme des politischen Folk-Revival. Wegen seiner ungewöhnlich direkten, konfrontativen Sprache hebt er sich selbst innerhalb seines frühen politischen Repertoires deutlich hervor.

In historischen Rückblicken auf Protestmusik wird das Lied regelmäßig als Ausdruck der Spannungen der frühen 1960er Jahre gelesen, insbesondere im Kontext von Militarisierung, Wettrüsten und Machtkritik.

Verifizierbare Fakten zu Masters of War

  • Veröffentlichung: 1963 auf The Freewheelin’ Bob Dylan.
  • Urheber: Bob Dylan; melodische Grundlage aus der traditionellen Ballade Nottamun Town.
  • Der Song erschien als Teil eines Albums, das in der US-Kritik und Musikgeschichte als Schlüsselwerk von Dylans Frühphase gilt.
  • Masters of War wurde von zahlreichen Künstlern gecovert; zu den bekannten Interpreten gehört The Staple Singers.

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KA
kaleidoskop.rocks
zuletzt: vor 30 Min
(16.04.2026 00:41 UTC)
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