Zum Inhalt springen
Menü

Achim Reichel
Trutz, blanke Hans

Cover: Trutz, blanke Hans von Achim Reichel

Kurzübersicht zum Song

„Trutz, blanke Hans“ ist eine Vertonung des gleichnamigen Gedichts von Detlev von Liliencron aus dem Jahr 1887. In der Popmusik wurde der Text unter anderem durch Achim Reichel bekannt, der ihn auf dem Album „Regenballade“ veröffentlichte. Dieses Album erschien 1978 und versammelt von Reichel vertonte deutschsprachige Literatur, darunter Texte klassischer Autoren. Reichels Fassung verbindet das historische Gedicht mit einer zeitgenössischen, rock- und folkgeprägten Liedform. Der Stoff selbst bezieht sich auf die zerstörerische Gewalt der Nordsee und spielt auf die untergegangene Siedlungslandschaft Rungholt an, ein kulturgeschichtlich vielfach aufgegriffenes Motiv. Die Relevanz der Aufnahme liegt vor allem darin, dass Reichel literarische Texte einem breiten Musikpublikum zugänglich machte und deutschsprachige Poesie in das Repertoire populärer Musik überführte.

Informationen zum Song

  • Genre: Rock
  • Dauer: 05:57
  • Label: BMG Rights Management GmbH / Telamo
  • ISRC: DEAQ92380109
  • Veröffentlichungen: 2 Albums verfügbar

MP3-Preview (30s) bereitgestellt von Deezer ❤️
Informationen zum Song
Trutz, blanke Hans

Hintergrund

„Trutz, blanke Hans“ ist eine Vertonung des gleichnamigen Gedichts von Detlev von Liliencron. Achim Reichel veröffentlichte das Stück 1981 auf dem Album Regenballade. Das Album Regenballade gehört zu Reichels Werkphase, in der er deutschsprachige Lyrik und Balladentexte musikalisch bearbeitete.

Literarische Vorlage

Das Gedicht Trutz, blanke Hans von Detlev von Liliencron behandelt die Bedrohung durch das Meer an der norddeutschen Küste. Der Ausdruck „blanke Hans“ ist eine norddeutsche Bezeichnung für die aufgewühlte Nordsee. Der Text schildert den Untergang der Stadt Rungholt, die in der nordfriesischen Überlieferung mit der Sturmflut von 1362 verbunden ist.

Musikalische Einordnung

Achim Reichel verband in seiner Fassung gesprochene und gesungene Passagen mit einer rockorientierten Begleitung. Die Aufnahme steht stilistisch in der Reihe seiner literarischen Vertonungen, die Elemente von Rock, Folk und Ballade zusammenführen. Die dramatische Wirkung des Stücks ergibt sich aus dem deklamatorischen Vortrag und der auf Steigerung angelegten musikalischen Gestaltung.

Kultureller Kontext

Reichels Version machte einen kanonischen deutschen Balladentext einem breiten Publikum der Pop- und Rockmusik zugänglich. Das Stück ist besonders im norddeutschen Kulturraum präsent, weil Motivik, Sprache und Stoff eng mit der Geschichte der Nordseeküste verbunden sind. Die Verbindung von moderner Popularmusik mit einer bekannten literarischen Vorlage wurde zu einem charakteristischen Merkmal von Achim Reichels Repertoire in den 1980er Jahren.


Externe Seiten zum Nachschlagen (Metadaten, Hintergrund, Lyrics).



WI
Wilde Welle
zuletzt: vor 42 Tg
(25.04.2026 18:50 UTC)
Senderseite
Beliebt im Genre Rock